Grundlagen der Baufinanzierung

Wie wähle ich die richtige Zinsbindung?

Einer der häufigsten Fehler, den viele Erstkäufer machen, ist das Fixieren von Zinssätzen für einen zu kurzen oder zu langen Zeitraum.

Der Grund? Eine kürzere Zinsbindungsfrist geht in der Regel mit einem niedrigen Anfangszinssatz einher. 10 Basispunkte oder 0,1 Prozent können bei einer Baufinanzierung von 200.000 Euro zu einer Differenz von etwa 200 bis 300 Euro pro Jahr führen. Allerdings kann dadurch am Ende der Zinsbindungsfrist ein hoher Schuldenberg stehen. Verdoppeln sich die Zinsen bei der Refinanzierung, kann das schnell zu zusätzlichen Kosten von 2.000 bis 4.000 Euro pro Jahr führen – und je nach deiner finanziellen Situation zu erheblichen Problemen führen.

Ebenso kann eine zu lange Zinsbindungsfrist bei einem vorzeitigen Umzug zu hohen Kosten, Inflexibilität oder unverschämt hohen Stornogebühren führen.

Wie also die richtige Dauer der Zinsbindung festlegen? Das ist in der Tat keine leichte Entscheidung. Unsere Empfehlungssoftware ist genau dafür da. Sie empfiehlt dir die optimale Zinsbindungsfrist für deine individuelle Situation. Unserem Finanzierungsexperten finden für dich die optimale Lösung, die sowohl die Kosten als auch deine finanzielle Situation berücksichtigt.

Bei der Abwägung, welche Zinsbindungsfrist die richtige ist, solltest du diese beiden Grundsätze berücksichtigen:

Fixiere nicht zu kurz.

Zinssätze bei besonders kurzen Zinsbindungen für Baufinanzierungen sind in Deutschland nicht besonders niedrig. Dementsprechend lohnt sich die Fixierung des Zinssatzes auf ein bis drei Jahre nicht. Wenn du für einen längeren Zeitraum deine Immobilie behalten möchtest, solltest du außerdem das Risiko von Zinserhöhungen für eine längere Zeit begrenzen.

Fixiere nicht zu lang.

Fast alle Banken in Deutschland verlangen von dir eine Vorfälligkeitsentschädigung, wenn du deine Immobilie vor Ablauf der Zinsbindungsfrist verkaufst und frühzeitig aus dem Finanzierungsvertrag aussteigen möchtest. Glücklicherweise bist du nach 10 Jahren gesetzlich berechtigt, dich kostenlos zu refinanzieren beziehungsweise umzuschulden. Dann musst du keinen Vorfälligkeitsgebühren bezahlen.

Möchtest du dennoch vor Ablauf der Zinsbindungsfrist aus der Immobilie ausziehen, hast du die Möglichkeit, sie zu vermieten. Gerade in großen Städten kannst du deine Immobilie praktisch immer für mehr als die monatlichen Ratenzahlungen vermieten. Daher ist vermieten meist sinnvoller als verkaufen.

In Deutschland sind übrigens Zinsbindungen von bis zu 30 Jahren möglich. Allerdings ist es nicht ratsam, über einen so langen Zeitraum zu fixieren. Grund: Die lange Sicherheit lässt sich die Bank durch einen höheren Zinssatz bezahlen.

Unsere Finanzierungsexperten helfen dir, die richtige Zinsbindungsdauer zu finden. Sie verfügen über die passenden Beratungsinstrumente, um für dich die verschiedenen Optionen zu simulieren und die optimale Lösung zu empfehlen.

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Michael Michael Michael

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