Immobilienpreise in Berlin: Das kostet der Quadratmeter

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Julia Ptock

12. Aug. 2021
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Berlin ist nicht nur die größte Stadt Deutschlands, sie zeichnet sich auch durch ihre Vielfalt und Internationalität aus. Der Berliner Immobilienmarkt ist jedoch einer der attraktivsten in Deutschland. Obwohl die Immobilienpreise in Berlin seit Jahren steigen, gehen sie von einem sehr niedrigen Niveau aus. Deshalb sind die Immobilienpreise im europaweiten Vergleich noch moderat.

Berlin ist nicht nur die größte Stadt Deutschlands, sie zeichnet sich auch durch ihre Vielfalt und Internationalität aus. Der Berliner Immobilienmarkt ist jedoch einer der attraktivsten in Deutschland. Obwohl die Immobilienpreise in Berlin seit Jahren steigen, gehen sie von einem sehr niedrigen Niveau aus. Deshalb sind die Immobilienpreise im europaweiten Vergleich noch moderat.

Unser Ratgeber zeigt dir, was du über den Kauf einer Wohnung in Berlin wissen musst und gibt dir einen Überblick über die lokalen Immobilienpreise pro Berliner Bezirk. 

Inhaltsverzeichnis 

  • Ist es sinnvoll, eine Wohnung in Berlin zu kaufen?

  • Immobilienpreise in Berlin

  • Eine Wohnung in Berlin finden

  • Eine Wohnung in Berlin kaufen

  • Immobilienpreise variieren je nach Berliner Stadtteil

  • Mietrenditen in Berlin

  • Immobilientrends in Berlin

Ist es sinnvoll, eine Wohnung in Berlin zu kaufen?

Macht es noch Sinn, in Berlin zu kaufen? Laut der neuesten Ausgabe des Wohnkostenreports 2021 ist die ganz klare Antwort: Ja. Der Report zeigt, dass es fast überall in Deutschland günstiger ist, eine Immobilie zu kaufen und selbst zu bewohnen, als eine vergleichbare Wohnung oder ein Haus zu mieten. Das gilt sogar für die deutschen Metropolen, in denen die Kaufpreise für Eigentumswohnungen in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind.

In der Hauptstadt kostet selbst genutztes Wohneigentum rund 41 Prozent weniger als Miete. Ein großes Sparpotenzial - vor allem auf lange Sicht. Besonders attraktiv ist der Kauf einer Wohnung angesichts der aktuellen Niedrigzinsen. Die Unternehmensberatung PWC kürte Berlin bereits 2018 zur attraktivsten Stadt in Europa für Immobilieninvestoren.  

Immobilienpreise in Berlin 

Die Quadratmeterpreise für Wohnungen in Berlin sind in den letzten Jahren dramatisch gestiegen. In keiner anderen Stadt der Welt sind die Preise zeitweise so stark gestiegen. Starkes Bevölkerungswachstum, stabile wirtschaftliche Lage, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Interesse ausländischer Investoren waren die Gründe dafür.

Laut Immowelt sind die Quadratmeterpreise für Wohnungen in Berlin zwischen 2010 und den ersten 5 Monaten des Jahres 2020 um 211 Prozent gestiegen. Anfang 2020 kostete ein Quadratmeter in Berlin im Median 4.450 Euro, während die Preise im Jahr 2010 noch bei günstigen 1.430 Euro pro Quadratmeter lagen. 

Die Kaufpreisentwicklung klingt extrem. Ist sie auch, aber Berlin kommt von einem vergleichsweise sehr niedrigen Niveau. Der Quadratmeterpreis war 2010 mit 1.430 Euro für eine Großstadt außergewöhnlich niedrig. Mit einem Median-Quadratmeterpreis von 4.450 Euro sind die Kosten noch immer moderat. 

Zum Vergleich: In München lag der Median-Quadratmeterpreis im Jahr 2020 bei 7.970 Euro, 2010 waren es bereits knapp 3.000 Euro. Auch Hamburg und Frankfurt am Main sind teurer als Berlin. Ganz zu schweigen von Paris oder London. 

Entwicklung der Immobilienpreise in den 14 größten deutschen Städten von 2010 bis Jan.-Mai 2020

In Berlin und Deutschland gibt es sogar noch Luft nach oben. In dem Artikel "Sind Immobilien in Deutschland überteuert?" geht unser CFO und Co-Gründer Dr. Chris Mulder genau dieser Frage nach. 

Mit Beginn der Corona-Krise erwarteten Einige, dass die Immobilienpreise fallen würden. Dieses Bild hat sich bisher jedoch nicht bewahrheitet. Obwohl die Nachfrage zu Beginn der Pandemie etwas zurückging, gibt es jetzt kaum noch Anzeichen für eine Kaufzurückhaltung. Im Gegenteil: Die Nachfrage ist auf einem hohen Niveau. Immobilien stellen in Zeiten volatiler Märkte eine stabile Anlage dar und Corona hat viele Deutsche dazu gebracht, ihre Wohnsituation zu überdenken. 

Die hohe Nachfrage nach dem Kauf einer Wohnung in Berlin nach Corona zeigt auch der Marktbericht von Guthmann Estate: "Berlin war, ist und wird ein Anziehungspunkt für Menschen aus aller Welt bleiben. Und weil sicher davon auszugehen ist, dass der Zuzug nach Corona wieder anzieht, steigt die bereits sehr hohe Nachfrage weiter an." 

Entsprechend ist es nicht verwunderlich, dass die Nachfrage nach Immobilien das Angebot übersteigt und die Immobilienpreise in Berlin auch in Zukunft steigen werden. Ein Indikator dafür ist die Leerstandsquote für Wohnungen, die in Berlin extrem niedrig ist. Die neuesten Daten zeigen eine Leerstandsquote von gerade einmal 0,8 Prozent im Jahr 2019. Zum Vergleich: Im Jahr 2003 lag diese noch bei 5,1 Prozent. Das zeigt deutlich, wie hoch die Zuwanderung nach Berlin ist. Im Bundesdurchschnitt liegt die Leerstandsquote derzeit übrigens bei 2,8 Prozent.

Die Quadratmeterpreise steigen in Berlin seit Jahren. Das liegt an den bereits erwähnten Faktoren. Die Daten von Guthmann Estate zeigen: Wer in Berlin eine Immobilie kaufen möchte, muss tief in die Tasche greifen. Im August 2021 lag der Quadratmeterpreis für eine Bestandsimmobilie im Median bei 5.110 Euro. Bei Neubauten liegt der Preis mit 6.930 Euro pro Quadratmeter deutlich höher. 

Je nach Bezirk unterscheiden sich die Immobilienpreise erheblich. Beispielsweise lag in Berlin-Mitte der Medianpreis für eine Neubauwohnung im August 2021 bei über 9.770 Euro pro Quadratmeter. In Spandau mussten Käufer im Median für einen Neubau-Quadratmeter im gleichen Zeitraum nur 5.700 Euro bezahlen. Das ist ein Unterschied von mehr als 3.000 Euro.

Eine Wohnung in Berlin finden

Wenn du gezielt nach einer Wohnung in Berlin suchst, helfen dir die großen Immobilienportale weiter. Aber: Bevor du mit der Suche beginnst, solltest du unbedingt prüfen, was du dir leisten kannst. Dafür kannst du unseren Hausbudget-Rechner verwenden.  

Sobald du weißt, wie viel Wohnung du dir leisten kannst, kannst du mit der Suche nach deiner Traumwohnung beginnen. Unser wöchentlicher Immobilienradar Newsletter hilft dir dabei, Wohnungen zu finden, die deinen Suchkriterien entsprechen: unter anderem Größe, Preis und Lage der Wunschimmobilie. Wenn eine neue Immobilie, die deine Suchkriterien entspricht, auf den Markt kommt, erhältst du eine Benachrichtigung. So verpasst du nichts und bleiben auf dem Laufenden. 

Wenn du dich bei den bekannten Immobilienportalen angemeldet hast, solltest du dort dein Profil ausfüllen und auf dem neuesten Stand halten. So erhalten Verkäufer und Immobilienmakler einen guten Eindruck von dir und deiner finanziellen Situation. 

Viele Immobilien schaffen es aber gar nicht erst auf den offiziellen Markt. Denn besonders gute Angebote werden schnell unter der Hand vergeben. Immobilienmakler haben oft schon mehrere Interessenten für neue Objekte parat. Deshalb ist es sinnvoll, sich bei Maklern in der gewünschten Gegend vorzustellen und deine Suchkriterien für zu verkaufende Immobilien zu hinterlassen. 

Eine Wohnung in Berlin kaufen 

Wenn du mit dem Gedanken spielst, eine Wohnung in Berlin zu kaufen, solltest du als Erstes dein Budget berechnen. Dafür kannst du unseren Hausbudget-Rechner nutzen, der dir in wenigen Minuten verrät, wie viel du dir abhängig deines Einkommens, deiner Ersparnisse und anderer Faktoren leisten kannst. 

Wenn dein Kaufvorhaben konkret ist, ist dein nächster Schritt im Kaufprozess die Suche nach der optimalen Baufinanzierung. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass du von deiner Hausbank nicht unbedingt immer das beste Angebot erhalten wirst. Deshalb lohnt sich ein Vergleich von Baufinanzierungen immer. 

Schließlich kann eine Baufinanzierung einen erheblichen Einfluss auf deine finanzielle Zukunft haben. Deshalb sollte deine Baufinanzierung perfekt auf dich und deine Bedürfnisse zugeschnitten sein. Eine unpassende Finanzierung kannst dich nämlich schnell mehrere tausend Euro kosten.

Tipp: Hypofriend hilft dir dabei, die optimale Baufinanzierung aus einem Pool von mehr als 750 Banken zu finden. Dabei spielt nicht nur der niedrigste Zinssatz eine Rolle, sondern vor allem auch die passende Zinsbindung, Tilgung und Anzahlung. Wir begleiten dich auf deinem Weg zum Eigenheim von Anfang an bis zur Unterzeichnung deiner Baufinanzierung. 

Mit einem Finanzierungsexperten im Herzen von Berlin erhöhen sich auch die Chancen, den Zuschlag für deine Traumimmobilie zu erhalten. Mit unserem Finanzierungszertifikat zeigst du dem Verkäufer oder Makler, dass du in der Lage bist, den Kaufpreis zu zahlen. 

Kaufnebenkosten in Berlin

Wer eine Immobilie in Berlin kauft, darf die Kaufnebenkosten nicht außer Acht lassen. Denn zusätzlich zum Kaufpreis des Objekts fallen weitere Gebühren für Notar, Grundbuchamt, Grundsteuer und den Makler an. Die Höhe der Kosten variiert von Bundesland zu Bundesland. 

Käufer in Berlin und Brandenburg müssen mit am tiefsten in die Tasche greifen. Die Kaufnebenkosten in Berlin schlagen mit 11,75 Prozent des Kaufpreises zu Buche. Die Ausgaben setzen sich wie folgt zusammen: 

  • Grundsteuer: 6 Prozent 

  • Notar und Grundbucheintragung: 2 Prozent 

  • Maklerprovision: 3,57 Prozent 

Seit dem 23. Dezember 2020 gilt das neue "Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser". Es besagt, dass die Maklerprovision bundesweit von Käufer und Verkäufer zu gleichen Teilen getragen werden muss. In Berlin war dies bislang nicht der Fall. Hier bezahlt der Käufer den Makler alleine. 

Wie sich dies auf die Immobilienpreise auswirken wird, bleibt abzuwarten. Laut einer Umfrage, die wir unter 575 Kunden durchgeführt haben, gehen jedoch 55,4 Prozent der Befragten davon aus, dass Verkäufer die neuen, zusätzlichen Kosten mit einer Preissteigerung kompensieren werden. 

Tipp: Viele neu gebaute Wohnungen werden ohne Immobilienmakler verkauft. Heißt: Die Maklergebühr fällt weg und es fallen nur 8 Prozent Kaufnebenkosten an. Aber Achtung: Einige Bauträger preisen die Kosten in den Kaufpreis mit ein. 

Erforderliche Dokumente für den Kauf einer Wohnung in Berlin

Damit du eine Baufinanzierung in Berlin abschließen kannst, brauchst du einige Dokumente. Dazu gehören zum einen persönliche Unterlagen und zum anderen Dokumente, die das konkrete Objekt betreffen, das du erwerben möchtest. 

In unserem Artikel "Welche Unterlagen benötigen Sie, wenn Sie eine deutsche Baufinanzierung beantragen?" haben wir alle wichtigen Dokumente aufgelistet, die du benötigst. Wir erklären auch, welche zusätzlichen Unterlagen du brauchst, wenn du selbständig bist oder eine neu gebaute Immobilie kaufen möchtest. 

Immobilienpreise variieren je nach Berliner Stadtteil

Wie tief du für deine Traumwohnung in die Tasche greifen musst, hängt von vielen Faktoren ab. Besonders großen Einfluss auf den Quadratmeterpreis hat zum einen die Art der Immobilie - Neubau vs. Bestand - und zum anderen die Lage. Nachfolgend haben wir die Unterschiede grafisch für dich aufgearbeitet. Die Daten stammen von Guthmann Estate. 

Mediane Immobilienpreise nach Bezirken in Berlin für Neubauten Mediane Immobilienpreise nach Bezirken in Berlin für Bestandsimmobilien

Immobilienpreise in Berlin-Mitte 

Für eine Bestandsimmobilie im Berliner Trend-Bezirk Mitte musst du im Schnitt 8.070 Euro pro Quadratmeter ausgeben. Ein Neubau kostet rund 1.700 Euro mehr pro Quadratmeter.

Wer in Mitte wohnt, lebt im Puls der Stadt, die er mit vielen Touristen teilen muss. Sei es das Brandenburger Tor, der Checkpoint Charlie oder die Mauergedenkstätte – viele der Top-Sehenswürdigkeiten Berlins befinden sich in Mitte. Dank der Museumsinsel ist auch kulturell einiges geboten. 

Die Friedrichstraße, der Hackesche Markt oder der Potsdamer Platz laden zum Shoppen ein. Auf der Torstraße reiht sich ein Restaurant an das andere. Auch viele Firmen haben in Mitte ihren Sitz. Gerade bei jungen Menschen und Berufstätigen ist Mitte sehr beliebt.

Immobilienpreise in Friedrichshain-Kreuzberg

Eine Wohnung im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg kostet im Schnitt zwischen 5.200 Euro und 6.520 Euro pro Quadratmeter. Neubauten sind deutlich teurer: Hier müssen Käufer zwischen 8.810 Euro und 9.920 Euro pro Quadratmeter rechnen. 

Sowohl Friedrichshain als auch Kreuzberg locken Freigeister. Hier kann jeder leben wie er will. Dementsprechend bunt gemischt, international und alternativ ist die Bevölkerung. 

Der Volkspark Friedrichshain, der Park am Gleisdreieck, eine Menge Restaurant und die bekanntesten Clubs Europas sind hier angesiedelt. Hinzu kommt die schöne Lage an der Spree. Das macht Friedrichshain und Kreuzberg sowohl bei Familien als auch bei jungen Leuten sehr beliebt. Gerade in den letzten Jahren haben beide Stadtteile sehr an Beliebtheit zugelegt. 

Immobilienpreise in Neukölln

Die Immobilienpreise in Neukölln liegen immer noch unter denen anderer innerstädtischer Bezirke. Ein Quadratmeter kostet etwa 4.440 Euro, bei Neubauten 7.540 Euro. 

Neukölln ist aufgrund der preiswerteren Mieten vor allem bei jungen Menschen beliebt. In der Weserstraße reiht sich eine Bar an die andere und zieht Berliner aus allen Stadtteilen an. Neukölln macht außerdem seine Internationalität aus. In kaum einem anderen Bezirk findet man so viele unterschiedliche Nationen. Multikulti wird nirgendwo anders in Berlin so stark gelebt. 

Für seine Grünflächen ist Neukölln zwar nicht bekannt, nichtsdestotrotz bieten das angrenzende Tempelhofer Feld und der Park in der Hasenheide einen grünen Rückzugsort.

Immobilienpreise in Tempelhof und Schöneberg 

Wer eine Immobilie in Tempelhof oder Schöneberg kaufen möchte, muss zwischen 3.990 und 5.210 Euro pro Quadratmeter ausgeben. Ein Neubau ist mit 6.070 bis 9.030 Euro deutlich teurer.  

Die Bezirke zeichnet sich durch ihre Vielseitigkeit und Gelassenheit aus. Durch die Nähe zu Charlottenburg gibt es in Schöneberg viele klassische Cafés und Restaurant, die elegant aber nicht abgehoben sind. Schöneberg besitzt außerdem eine ausgeprägte Homosexuellen-Szene. Das Tempelhofer Feld, das früher ein Flughafen war, ist eine riesige Parkanlage, die durch die Start- und Landebahn einzigartig ist. In Tempelhof sind die Preise für Immobilien noch moderater, weswegen sich viele Familien hier hinziehen. 

Immobilienpreise in Charlottenburg und Wilmersdorf

Charlottenburg und Wilmersdorf gehören zu den teuersten Wohngegenden in Berlin. Für einen sanierten Altbau müssen Käufer zwischen 5.430 und 6.150 Euro pro Quadratmeter zahlen. Ein Quadratmeter Neubau liegt zwischen 8.910 und 9.750 Euro pro Quadratmeter.  

Charlottenburg und Wilmersdorf gehören zum klassischen Westberlin und entzücken mit ihren prächtigen Altbauten sowie Flaniermeilen. Der Kurfürstendamm gehört zu den bekanntesten Einkaufsstraßen Deutschlands und beherbergt Geschäfte der ganz großen Designer. Nicht nur beim Shoppen, auch bei Restaurants und Café geht es in Charlottenburg und Wilmersdorf schicker zu. Kontrast dazu ist die Kantstraße, die bekannt für Restaurants mit asiatischer Küche ist. 

Auch kulturell kann Charlottenburg-Wilmersdorf einiges bieten. Neben der Deutschen Oper lohnt sich auch ein Besuch des Schlosses Charlottenburg.

Immobilienpreise in Steglitz oder Zehlendorf

Ebenfalls im Westen liegt der Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Hier kostet der Quadratmeter zwischen 4.630 und 5.420 Euro für einen sanierten Altbau und zwischen 7.250 und 8.310 Euro für einen Neubau. 

Sowohl in Steglitz als auch in Zehlendorf wird Lebensqualität großgeschrieben. Zehlendorf ist bekannt für seine alt-herrschaftlichen Villen und prunkvollen Einfamilienhäuser. Steglitz fühlt sich an wie eine Kleinstadt in der Großstadt. In der Schloßstraße befinden sich Geschäfte des alltäglichen Bedarfs. 

Auch Wannsee selbst sowie der Große und Kleine Wannsee zählen zu dem Stadtteil und ziehen Wassersport-Begeisterte an. Nichtsdestotrotz lässt sich der Ku'Damm in einer kurzen Auto- oder Bahnfahrt erreichen. 

Immobilienpreise in Spandau

Spandau ist einer der günstigeren Bezirke in Berlin. Eine Bestandsimmobilie kostet hier im Mittel 4.080 Euro und ein Neubau etwa 5.700 Euro pro Quadratmeter. 

Spandau liegt im Westen Berlins und grenzt an Wilmersdorf, Steglitz und Reinickendorf an. Es zeichnet sich durch eine ruhige und familiäre Atmosphäre aus. Spandau hat die größte Fläche mit der geringsten Einwohnerzahl und dementsprechend viele Grünflächen und Rückzugsorte. Trotzdem ist das Stadtzentrum nur eine 15-minütige Bahnfahrt entfernt. 

Immobilienpreise in Reinickendorf

Reinickendorf liegt im Nord-Westlich Berlins. Immobilienkäufer müssen hier 3.920 Euro pro Quadratmeter für einen sanierten Altbau und 6.820 Euro pro Quadratmeter für einen Neubau zahlen. 

In Reinickendorf geht es behutsam zu und es wirkt im Kontrast zur Großstadt fast schon dörflich. Mit einem großen Nachtleben oder viel Entertainment kann Reinickendorf nicht aufwarten, auch Natur ist nicht überschwänglich vorhanden. Dafür profitiert der Stadtteil von der Nähe zum Zentrum und ist besonders bei Pendlern beliebt. Arbeiten im Trubel und wohnen in Ruhe. Dementsprechend moderat sind auch noch die Immobilienpreise in Reinickendorf. 

Immobilienpreise in Pankow 

Der Quadratmeterpreis für eine Bestandsimmobilie in Pankow liegt im Durchschnitt bei 4.480 Euro. Ein Neubau kostet 6.270 Euro. Im Szene-Viertel Prenzlauer Berg entstehen aus Platzmangel kaum Neubauten, dafür werden Bestandsimmobilien renoviert. Wer in einem Neubau leben möchte, muss etwas weiter rausziehen. 

Pankow ist der zweitgrößte Bezirk in Berlin und sehr beliebt. Vor allem das Viertel Prenzlauer Berg im Süden lockt Einwohner wie auch Touristen. Prächtige Altbauten, hippe Cafés, Bars und niedliche Geschäfte prägen dort die Straßen. 

Pankow ist auch bei Familien sehr beliebt. Es ist sauber, man trifft viele Eltern und in Richtung Weißensee gibt es viel Natur und Erholungsoasen. Pankow ist beliebt, was sich auch an den höheren Immobilienpreisen zeigt.

Immobilienpreise in Lichtenberg 

Wer im Nordosten Berlins landet, zahlt in Lichtenberg 4.510 Euro pro Quadratmeter und 6.200 Euro für einen Neubau.

Lichtenberg liegt im ehemaligen Ost-Berlin. Die Lage ist ideal, denn Lichtenberg liegt nah am Stadtzentrum und ist dennoch ruhiger und grüner. Wer Entertainment sucht, steigt einfach in die Bahn und ist in wenigen Minuten im Stadtzentrum. 

Wer Erholung braucht, fährt mit dem Fahrrad zur Spree an die Rummelsburger Bucht. Diese Kombination hat Lichtenberg in den vergangenen Jahren beliebter und dynamisch gemacht. Denn ursprünglich galt Lichtenberg als ein Arbeiterviertel. In dem Bezirk stecken noch viel Potenzial und Entwicklungsmöglichkeiten. 

Immobilienpreise in Marzahn-Hellersdorf 

In Marzahn-Hellersdorf gehören die Immobilienpreise zu den niedrigsten in Berlin. Der Quadratmeter kostet hier im Median 3.560 Euro und 5.130 Euro für einen Neubau.

Ihr eher schlechter Ruf eilt den Stadtteilen Marzahn und Hellersdorf voraus. Sie werden oft mit dem typischen Grau-in-Grau-Plattenbau assoziiert. Doch was nach der Wende noch zu traf, ändert sich gerade. 

Die alten "Platten" werden modernisiert, freundlicher gestaltet und bieten einen tollen Ausblick. Auch die günstigen Miet- und Kaufpreise sowie Grünflächen sind ein Vorteil. Durch den starken Bevölkerungszuwachs in Berlin wird sich in den nächsten Jahren auch in Marzahn-Hellersdorf noch einiges verändern. 

Immobilienpreise in Treptow-Köpenick 

Die Bezirke Treptow und Köpenick sind grüne Oasen im Südosten von Berlin. Potenzielle Käufer müssen hier für einen sanierten Altbau durchschnittlich zwischen 4.140 und 4.570 Euro bezahlen. Ein Neubau kostet zwischen 5.990 und 6.310 Euro pro Quadratmeter. 

Treptow-Köpenick bietet seinen Einwohnern von allen Bezirken den größten Anteil an Wald und Gewässern. Köpenick selbst besitzt eine malerische Altstadt aus dem 12. Jahrhundert mit unzähligen Cafés und Restaurants. Die Lebensqualität ist in dem Bezirk besonders hoch. 

Aber auch als Wirtschaftsstandort gewinnt Treptow-Köpenick zunehmend an Bedeutung. Nicht zuletzt deswegen sind in den vergangenen fünf Jahren viele junge Menschen nach Treptow-Köpenick gezogen. 

Mietrenditen in Berlin

Die eigene Wohnung muss nicht zwangsläufig selbst bewohnt werden. Auch die Vermietung lohnt sich. Gerade in Städten wie Berlin mit einem starken Bevölkerungswachstum und einer niedrigen Leerstandsquote ist das sinnvoll, die Wohnung zu vermieten. Ein weiterer Vorteil sind die aktuell niedrigen Baufinanzierungszinsen: Eine Immobilienfinanzierung gab es selten günstiger. 

Tipp: Lies unseren Artikel "Immobilie kaufen und vermieten: Warum sich das in Deutschland besonders lohnt". In Berlin erzielten die Eigentümer im Jahr 2020 eine durchschnittliche Mietrendite von 3,21 Prozent. Höhere Renditen sind heute nur noch auf dem derzeit volatilen Aktienmarkt zu erzielen. 

Wer eine vermietete Wohnung in Berlin kauft, muss allerdings einen Punkt beachten: Berlin hat einen starken Mieterschutz. Gerade Personen, die schon lange in einer Wohnung wohnen, können vom neuen Eigentümer nicht so leicht vor die Tür gesetzt werden. Denn in Berlin herrscht ein Mieterschutz von zehn Jahren. Das heißt, dass der neue Eigentümer frühestens nach zehn Jahren Eigenbedarf anmelden kann. 

Ein weiteres Problem: Berlin war früher günstig. Mieter, die schon lange in einem Objekt wohnen, zahlen dementsprechend nur sehr wenig Miete. Das macht die Investition uninteressant. 

Der Kauf von Immobilien in Berlin ist für die Eigennutzung viel sinnvoller, wie unser Mieten-oder-Kaufen-Rechner zeigt.

Immobilientrends in Berlin

Nach Angaben von Guthmann Estate fehlen in Berlin aktuell mehr als 205.000 Wohnungen. Die Berechnung berücksichtigt die Differenz aus Einwohnerzahl zu statistischer Haushaltsgröße abzüglich des Wohnungsbestandes. 

In Berlin herrscht seit Jahren ein Mangel an Wohnraum. Im Jahr 2020 hat Berlin erneut weniger Baugenehmigungen erteilt als im Jahr zuvor. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, wurden im vergangenen Jahr 20.459 genehmigte Wohnungen gemeldet. Und damit 9,2 Prozent weniger als im Jahr 2019 (22.524 Wohnungen). Nach Angaben des Amtes hält der negative Trend im Wohnungsbau bereits seit vier Jahren an. Zudem hat der Zuzug enorm zugenommen. 

Durch den zwischenzeitlich geltenden Mietendeckel in Berlin und der Corona-Krise war die Stimmung am Immobilienmarkt zu Beginn von 2020 getrübt, wie die Experten von Guthmann Estate analysieren. Es bleibt abzuwarten wie sich die Pandemie entwickelt und damit auch die Wirtschaftslage in Deutschland. 

Dennoch bleibt die Nachfrage nach Immobilien in Berlin hoch. Das Interesse von nationalen und internationalen Käufern besteht weiterhin. Hinzukommen die guten Konditionen für Baufinanzierungen in Berlin, die den Kauf einer Wohnung noch attraktiver machen. 

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