Baufinanzierung in Berlin: Das musst du wissen

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Tatjana Grassl

9. Juli 2020
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Lohnt sich eine Baufinanzierung und der Kauf einer Immobilie noch? Der große Wohnkostenreport 2020 zeigt eindeutig: ja. Denn nahezu überall in Deutschland ist es preiswerter eine Immobilie zu kaufen und selbst zu bewohnen, statt ein Objekt zu mieten. Das gilt sogar für die deutschen Metropolen, in denen die Kaufpreise in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind.

Wer Eigentum besitzt, wohnt günstiger. Bei einem Zinssatz plus Unterhaltskosten von ca. 1,5 bis 2 Prozent kostet der Besitz eines Hauses auf lange Sicht deutlich weniger als Mieten. Denn die durchschnittliche Miete beträgt 3,6 Prozent des Immobilienpreises. Hinzukommt, dass der Besitz eines Hauses zusätzlich eine potenziell große Wertsteigerung bringt. Eine Baufinanzierung in Berlin machen die aktuell günstigen Zinsen besonders attraktiv und sind ein großer Vorteil. Hypofriend zeigt dir, was du über eine Baufinanzierung in Berlin und die Immobilienpreise vor Ort wissen musst.

Immobilie kaufen in Berlin

Berlin ist nicht nur die größte Stadt Deutschlands, sondern zeichnet sich vor allem durch seine Vielfalt und Internationalität aus. Auch der Immobilienmarkt in Berlin ist einer der attraktivsten in ganz Deutschland. Das spricht für den Kauf einer Immobilie in Berlin. Denn die Immobilienpreise steigen in der Hauptstadt zwar seit Jahren, doch sie kommen von einem sehr niedrigen Niveau. Deswegen sind die Immobilienpreise noch immer moderat. Die Unternehmensberatung PWC ernannte Berlin 2018 zur attraktivsten Stadt Europas für Immobilieninvestoren. 

Eine Immobilie in Berlin kaufen: Die Liste mit Vorteilen ist lang

  • moderate Immobilienpreise im Vergleich zu anderen Hauptstädten 

  • hoher Bevölkerungszuwachs und großes Wirtschaftswachstum 

  • internationale Bedeutsamkeit 

  • Berlin zählt zu den Top 25 der lebenswertesten Städte der Welt

  • historisch niedrige Zinsen für eine Baufinanzierung

  • großes Kultur- und Naturangebot

  • enorme Wertsteigerung von Immobilien

Immobilienpreise in Berlin 

Einige spekulierten aufgrund der Corona-Krise auf fallende Immobilienpreise. Dieses Szenario ist bislang allerdings nicht eingetreten. Zu Beginn der Pandemie war die Nachfrage zwar etwas zurückhaltender, doch von großer Unsicherheit ist inzwischen nichts mehr zu spüren. 

Im Gegenteil: Immobilien stellen in Zeiten von volatilen Märkten ein beständiges Investment dar. Denn damit die Immobilienpreise fallen, müssten viele Menschen ihren Job verlieren und dadurch ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen können. Dies ist in der Regel nur in einer tiefen Wirtschaftskrise beziehungsweise Depression der Fall. 

Das große Interesse an Immobilien in Berlin nach Corona zeigt auch der Marktbericht der Guthmann Estate. Dort heißt es: „Die Abwägung von Eigentum als bessere Option zur Mietwohnung führt aktuell zu einem stark steigenden Interesse an Immobilien in Berlin.” 

Die Nachfrage an Immobilien übersteigt das Angebot. Das wird die Immobilienpreise in Berlin auch künftig nach oben treiben. Ein weiterer Indikator dafür ist der Leerstand an Wohnungen, der in Berlin extrem niedrig ist. Die aktuellsten Zahlen zeigen 2018 einen Leerstand in Berlin von lediglich 0,8 Prozent. Zum Vergleich: 2003 lag die Leerstandsquote noch bei 5,1 Prozent. Hier wird die große Zuwanderung in Berlin deutlich. Der Bundesdurchschnitt beläuft sich aktuell auf 2,8 Prozent Leerstand. 

Die Immobilienpreise in Berlin steigen seit Jahren. Dafür sorgen die bereits genannten Parameter. Wer in der Hauptstadt eine Immobilie kaufen möchte, muss für ein Bestandsobjekt 2020 im Median 4.800 Euro pro Quadratmeter ausgeben. Für Neubauten liegt der Preis mit 6.480 Euro pro Quadratmeter deutlich höher. Dies zeigen Daten der Guthmann Estate. Je nach Bezirk schwanken die Immobilienpreise stark. In Berlin-Mitte kostete eine Neubauwohnung 2018 beispielsweise im Durchschnitt mehr als 7.250 Euro im Quadratmeter. In Spandau fanden Kaufinteressierte im gleichen Jahr einen Neubau für bereits rund 3.500 Euro. 

Kaufpreisentwicklung in Berlin

Die Kaufpreise für Immobilien sind in Berlin in den vergangenen Jahren extrem gestiegen. Zeitweise sind in keiner anderen Stadt weltweit die Preise so stark gestiegen wie in Berlin. Starkes Bevölkerungswachstum, stabile Wirtschaftslage, niedrige Arbeitslosenzahlen und ein großes Interesse ausländischer Investoren waren Gründe dafür.

In den vergangenen zehn Jahren sind die Immobilienpreise in Berlin um 152 Prozent gestiegen. 2019 kostete der Quadratmeter in Berlin im Median 4.030 Euro. 2009 waren es noch 1.600 Euro pro Quadratmeter.

Die Kaufpreisentwicklung klingt extrem. Das ist sie auch, allerdings muss man dazu sagen, dass Berlin von einem extrem niedrigen Niveau kam. Quadratmeterpreise von 1.600 Euro sind in Metropolen sehr ungewöhnlich – noch dazu für Hauptstädte. Mit einem Quadratmeterpreis im Median von 4.030 Euro sind die Kosten noch immer moderat. Zum Vergleich: In München lag der Quadratmeterpreis 2019 im Median bei 7.500 Euro und 2009 bereits bei knapp 3.000 Euro. In Berlin gibt es noch Potenzial nach oben.

Vergleich Immobilienpreise in 14 großen deutschen Städten von 2009 bis 2019

Kaufnebenkosten in Berlin

Wer eine Immobilie in Berlin kauft, darf die Kaufnebenkosten nicht außer Acht lassen. Denn zusätzlich zum Kaufpreis des Objekts fallen weitere Gebühren für Notar, Grundbuchamt, Grundsteuer und den Makler an. Die Höhe der Kosten variiert von Bundesland zu Bundesland. 

Käufer in Berlin und Brandenburg müssen mit am tiefsten in die Tasche greifen. Die Kaufnebenkosten in Berlin belaufen sich auf 11,75 Prozent des Kaufpreises on top. Die Ausgaben setzen sich wie folgt zusammen: 

  1. Grundsteuer: 6 Prozent 

  2. Notar und Grundbucheintragung: 2 Prozent 

  3. Maklerprovision: 3,57 Prozent 

Seit dem 23. Dezember 2020 gilt das neue „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“. Das besagt, dass die Maklerprovision bundesweit von Käufer und Verkäufer zu gleichen Teilen getragen werden muss. In Berlin war dies bislang nicht der Fall. Hier bezahlt der Käufer den Makler alleine. Wie sich dies auf die Immobilienpreise auswirken wird, bleibt abzuwarten. Laut einer Umfrage, die wir unter 575 Kunden durchgeführt haben, gehen jedoch 55,4 Prozent der Befragten davon aus, dass Verkäufer die neuen, zusätzlichen Kosten mit einer Preissteigerung kompensieren werden. 

Baufinanzierung in Berlin 

Spielst du mit dem Gedanken dir eine Immobilie in Berlin zu kaufen, solltest du als Erstes dein Budget berechnen. Hypofriend hat dafür einen Budgetrechner entwickelt, mit dem du in wenigen Minuten deinen Finanzrahmen kennst. 

Ist dein Kaufvorhaben konkret, solltest du nach einer passenden Baufinanzierung in Berlin suchen. Von deiner Hausbank erhältst du nicht unbedingt das beste Angebot. Deswegen lohnt sich ein Baufinanzierungsvergleich immer. Schließlich prägt eine Baufinanzierung deine finanzielle Zukunft erheblich mit. Dementsprechend maßgeschneidert sollte deine Finanzierung für dich sein. Mit dem falschen Produkt verlierst du schnell etliche tausend Euro.

Tipp: Du suchst eine Baufinanzierung in Berlin? Hier geht's zum Baufinanzierungsvergleich.

Hypofriend sucht für dich die optimale Finanzierung aus einem Pool von mehr als 750 Banken. Dabei spielt nicht nur der niedrigste Zinssatz, sondern auch die passende Zinsbindung, Tilgung und dein Alter eine Rolle. Hypofriend begleitet dich vom ersten Kaufgedanken einer Immobilie bis zur Unterschrift deiner Baufinanzierung. 

Eine sichere Baufinanzierung in Berlin erhöht auch die Chancen, tatsächlich den Zuschlag für deine Wunschimmobilie zu erhalten. Das Finanzierungszertifikat, das Hypofriend dir ausstellt, zeigt dem Vermieter oder Makler, dass du imstande bist, den aufgerufenen Kaufpreis zu bedienen.

Dokumente für Baufinanzierung in Berlin

Damit du eine Baufinanzierung in Berlin abschließen kannst, brauchst du einige Dokumente. Dazu gehören zum einen persönliche Unterlagen und zum anderen Dokumente, die das konkrete Objekt betreffen, das du erwerben möchtest. 

Zu den persönlichen Dokumenten zählen: 

  • Kopie des Ausweises

  • Gehaltsnachweise der letzten drei Monate

  • Lohnsteuerbescheinigung oder Gehaltsnachweis von Dezember 

  • Aktueller Rentenbescheid

  • Eigenkapitalnachweis

  • Nachweis zur privaten Krankenversicherung bei Privatversicherten

  • Unterschriebene SCHUFA-Selbstauskunft

  • Nachweis über weitere Kredite

Von deinem Wunschobjekt benötigst du diese Unterlagen:

  • Grundbuchauszug

  • Teilungserklärung

  • Bemaßter Grundriss 

  • Wohnflächenberechnung 

  • Kaufvertragsentwurf

  • Exposé mit Bildern des Objekts

Den Grundbuchauszug erhältst du entweder vom Grundbuchamt oder dem Notar. Der Makler beziehungsweise Verkäufer stellt dir die Teilungserklärung, Wohnflächenberechnung sowie den bemaßten Grundriss zur Verfügung. 

Welche Regelungen gelten, wenn du Selbstständiger bist oder einen Neubau kaufst, erfährst du hier

Immobilienpreise variieren je nach Berliner Stadtteil

Wie tief du für deine Traumwohnung in die Tasche greifen musst, hängt von zwei Faktoren ab. Zum einen hängen die Quadratmeterpreise von der Art der Immobilie - Neubau vs. Bestand - und zum anderen durch die Lage der Immobilie ab. Nachfolgend haben wir die Unterschiede grafisch für dich aufgearbeitet. 

Karte Berlin, Immobilienpreise nach Stadtteilen für Bestandsimmobilien

Karte Berlin, Immobilienpreise nach Stadtteilen für Neubauten

Immobilie kaufen in Berlin-Mitte 

Für eine Bestandsimmobilie im Berliner Trend-Bezirk Mitte musst du im Schnitt 5.346 Euro pro Quadratmeter ausgeben. Ein Neubau kostet rund 2.000 Euro mehr pro Quadratmeter. 

Wer in Mitte wohnt, lebt im Puls der Stadt, die er mit vielen Touristen teilen muss. Sei es das Brandenburger Tor, der Checkpoint Charlie oder die Mauergedenkstätte – viele der Top-Sehenswürdigkeiten Berlins befinden sich in Mitte. Dank der Museumsinsel ist auch kulturell einiges geboten. Die Friedrichstraße, der Hackesche Markt oder der Potsdamer Platz laden zum Shoppen ein. Auf der Torstraße reiht sich ein Restaurant an das andere. Auch viele Firmen haben in Mitte ihren Sitz. Gerade bei jungen Menschen und Berufstätigen ist Mitte sehr beliebt.

Immobilie kaufen in Friedrichshain oder Kreuzberg

Eine Immobilie im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg kostet im Schnitt 5.081 Euro pro Quadratmeter und ein Neubau knapp unter 7.000 Euro. 

Sowohl Friedrichshain als auch Kreuzberg locken Freigeister. Hier kann jeder leben wie er will. Dementsprechend bunt gemischt, international und alternativ ist die Bevölkerung. Der Volkspark Friedrichshain, der Park am Gleisdreieck, eine Menge Restaurant und die bekanntesten Clubs Europas sind hier angesiedelt. Hinzu kommt die schöne Lage an der Spree. Das macht Friedrichshain und Kreuzberg sowohl bei Familien als auch bei jungen Leuten sehr beliebt. Gerade in den letzten Jahren haben beide Stadtteile sehr an Beliebtheit zugelegt. 

Immobilie kaufen in Neukölln

Die Immobilienpreise in Neukölln liegen aktuell noch unter denen anderer Innenstadtbezirke. Der Quadratmeter kostet 4.817 Euro und bei Neubauten tausend Euro mehr.

Neukölln ist aufgrund der preiswerteren Mieten vor allem bei jungen Menschen beliebt. In der Weserstraße reiht sich eine Bar an die andere und zieht Berliner aus allen Stadtteilen an. Neukölln macht außerdem seine Internationalität aus. In kaum einem anderen Bezirk findet man so viele unterschiedliche Nationen. Multikulti wird nirgendwo anders in Berlin so stark gelebt. 

Für seine Grünflächen ist Neukölln zwar nicht bekannt, nichtsdestotrotz bieten das angrenzende Tempelhofer Feld und der Park in der Hasenheide einen grünen Rückzugsort.

Immobilie kaufen in Tempelhof oder Schöneberg 

Wer in Tempelhof oder Schöneberg eine Immobilie kaufen möchte, muss dafür 5.260 pro Quadratmeter ausgeben. Ein Neubau ist mit 5.541 Euro nur etwas teurer. 

Der Bezirk zeichnet sich durch seine Vielseitigkeit und Gelassenheit aus. Durch die Nähe zu Charlottenburg gibt es in Schöneberg viele klassische Cafés und Restaurant, die elegant aber nicht abgehoben sind. Schöneberg besitzt außerdem eine ausgeprägte Homosexuellen-Szene. Das Tempelhofer Feld, das früher ein Flughafen Gelände war, ist eine riesige Parkanlage, die durch die Start- und Landebahn einzigartig ist. In Tempelhof sind die Preise für Immobilien noch moderater, weswegen sich viele Familien hier hinziehen. 

Immobilie kaufen in Charlottenburg oder Wilmersdorf

Charlottenburg und Wilmersdorf gehören zu den teuersten Wohngegenden in Berlin. Für einen renovierten Altbau müssen Käufer rund 5.540 Euro pro Quadratmeter bezahlen. Ein Neubau liegt knapp unter 8.000 Euro den Quadratmeter. 

Charlottenburg und Wilmersdorf gehören zum klassischen Westberlin und entzücken mit ihren prächtigen Altbauten sowie Flaniermeilen. Der Kurfürstendamm gehört zu den bekanntesten Einkaufsstraßen Deutschlands und beherbergt Geschäfte der ganz großen Designer. Nicht nur beim Shoppen, auch bei Restaurants und Café geht es in Charlottenburg und Wilmersdorf schicker zu. Kontrast dazu ist die Kantstraße, die bekannt für Restaurants mit asiatischer Küche ist. 

Auch kulturell kann Charlottenburg-Wilmersdorf einiges bieten. Neben der Deutschen Oper lohnt sich auch ein Besuch des Schlosses Charlottenburg.

Immobilie kaufen in Steglitz oder Zehlendorf

Ebenfalls im Westen liegt der Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Hier kostet der Quadratmeter 4.901 Euro für einen renovierten Altbau und 6.501 Euro für einen Neubau. 

Sowohl in Steglitz als auch in Zehlendorf wird Lebensqualität großgeschrieben. Zehlendorf ist bekannt für seine alt-herrschaftlichen Villen und prunkvollen Einfamilienhäuser. Steglitz fühlt sich an wie eine Kleinstadt in der Großstadt. In der Schloßstraße befinden sich Geschäfte des alltäglichen Bedarfs. Auch Wannsee selbst sowie der Große und Kleine Wannsee zählen zu dem Stadtteil und ziehen Wassersport-Begeisterte an. Nichtsdestotrotz lässt sich der Ku’Damm in einer kurzen Auto- oder Bahnfahrt erreichen. 

Immobilie kaufen in Spandau

Spandau zählt zu den preiswerteren Stadtteilen in Berlin. Eine Bestandsimmobilie kostet hier 3.108 Euro und ein Neubau 4.877 Euro. 

Spandau liegt im Westen Berlins und grenzt an Wilmersdorf, Steglitz und Reinickendorf an. Es zeichnet sich durch eine ruhige und familiäre Atmosphäre aus. Spandau hat die größte Fläche mit der geringsten Einwohnerzahl und dementsprechend viele Grünflächen und Rückzugsorte. Trotzdem ist das Stadtzentrum nur eine 15-minütige Bahnfahrt entfernt. 

Immobilie kaufen in Reinickendorf

Reinickendorf liegt im Nord-Westen Berlins. Immobilienkäufer müssen hier für einen renovierten Altbau 3.412 Euro pro Quadratmeter und für einen Neubau 5.257 Euro pro Quadratmeter bezahlen. 

In Reinickendorf geht es behutsam zu und es wirkt im Kontrast zur Großstadt fast schon dörflich. Mit einem großen Nachtleben oder viel Entertainment kann Reinickendorf nicht aufwarten, auch Natur ist nicht überschwänglich vorhanden. Dafür profitiert der Stadtteil von der Nähe zu Berlin und ist besonders bei Pendlern beliebt. Arbeiten im Trubel und wohnen in Ruhe. Dementsprechend moderat sind auch noch die Immobilienpreise in Reinickendorf. 

Immobilie kaufen in Pankow 

Der Quadratmeterpreis für eine Bestandsimmobilie in Pankow liegt bei 5.334 Euro. Ein Neubau kostet mit 5.116 Euro etwas weniger. Denn im Szene-Viertel Prenzlauer Berg entstehen aus Platzmangel kaum Neubauten. Die Bestandsimmobilien werden renoviert. Wer in einem Neubau leben möchte, muss etwas weiter rausziehen. 

Pankow ist der zweitgrößte Bezirk in Berlin und sehr beliebt. Vor allem das Viertel Prenzlauer Berg im Süden lockt Einwohner wie auch Touristen. Prächtige Altbauten, hippe Cafés, Bars und niedliche Geschäfte prägen dort die Straßen. Pankow zeichnet sich als ein super Pflaster für Familien aus. Es ist sauber, man trifft viele Eltern und in Richtung Weissensee gibt es viel Natur und Erholungsoasen. Pankow ist beliebt und das zeigt sich auch an den höheren Immobilienpreisen.

Immobilie kaufen in Lichtenberg 

Wem es in den Nord-Osten Berlins verschlägt, zahlt in Lichtenberg 3.889 Euro auf den Quadratmeter und für einen Neubau 5.113 Euro. 

Lichtenberg liegt im ehemaligen Ost-Berlin. Die Lage ist ideal, denn Lichtenberg liegt nah am trubeligen Stadtzentrum und dennoch ruhiger und grüner. Wer Entertainment sucht, steigt in die Bahn. Wer Erholung braucht, fährt mit dem Fahrrad zur Spree an die Rummelsburger Bucht. Diese Kombination hat Lichtenberg in den vergangenen Jahren beliebter und dynamisch gemacht. Denn ursprünglich galt Lichtenberg als ein Arbeiterviertel. In dem Bezirk steckt noch viel Potenzial und Entwicklungsmöglichkeiten. 

Immobilie kaufen in Marzahn-Hellersdorf 

In Marzahn und Hellersdorf liegen die Immobilienpreise in Berlin am niedrigsten. Der Quadratmeter kostet hier 2.665 beziehungsweise 4.274 Euro bei einem Neubau.

Der Ruf eilt den Stadtteilen Marzahn und Hellersdorf voraus. Sie werden oft mit Plattenbau sowie grau in grau assoziiert. Doch was nach der Wende noch zu traf, ändert sich gerade. Denn viele Familien ziehen aus der Stadt nach Marzahn oder Hellersdorf. Die alten „Platten” werden modernisiert, freundlicher gestaltet und bieten einen tollen Ausblick. Auch die günstigen Miet- und Kaufpreise sowie Grünflächen sind ein Vorteil. Durch den starken Bevölkerungszuwachs in Berlin wird sich in den nächsten Jahren auch in Marzahn-Hellersdorf noch einiges verändern. 

Immobilie kaufen in Treptow-Köpenick 

Eine grüne Oase im Süd-Osten Berlins sind die Stadtteile Treptow und Köpenick. 3.448 Euro müssen Kaufinteressierte hier im Schnitt für einen renovierten Altbau bezahlen. Ein Neubau kostet 5.100 Euro pro Quadratmeter. 

Treptow-Köpenick bietet seinen Einwohnern von allen Bezirken den größten Anteil an Wald und Gewässern. Köpenick selbst besitzt eine malerische Altstadt aus dem 12. Jahrhundert mit unzähligen Cafés und Restaurants. Die Lebensqualität ist in dem Bezirk besonders hoch. Als Wirtschaftsstandort gewinnt Treptow-Köpenick an Bedeutung. Nicht zuletzt deswegen sind in den vergangenen fünf Jahren viele junge Menschen nach Treptow-Köpenick gezogen. 

Mietrenditen in Berlin

Das Eigenheim muss nicht zwangsläufig selbst bewohnt werden. Auch die Vermietung lohnt sich. Gerade in Städten wie Berlin mit einem starken Bevölkerungswachstum und einer niedrigen Mietleerstandsquote ist das sinnvoll. Ein weiterer Vorteil sind die aktuell niedrigen Baufinanzierungszinsen. Einen Kredit gab es selten günstiger. 

In Berlin erzielten Eigentümer 2018 im Schnitt eine Mietrendite von 3,6 Prozent. Nur am aktuell volatilen Aktienmarkt lassen sich derzeit noch höhere Renditen erzielen.

Wer eine vermietete Wohnung in Berlin kauft, muss allerdings einen Punkt beachten: Berlin schützt seine Mieter stark. Gerade Personen, die schon lange ein Objekt bewohnen, können vom neuen Eigentümer nicht so leicht vor die Tür gesetzt werden. Denn in Berlin herrscht ein Mieterschutz von zehn Jahren. Das heißt, dass der neue Eigentümer frühestens nach zehn Jahren Eigenbedarf anmelden kann. Ein weiteres Problem: Berlin war früher günstig. Mieter, die schon lange in einem Objekt wohnen, zahlen dementsprechend nur sehr wenig Miete. Das macht die Investition uninteressant. 

Immobilie finden in Berlin

Bist du konkret auf der Suche nach einer Immobilie in Berlin, helfen dir die großen Immobilienportale weiter. Auch Hypofriend kann dir mit dem Immobilienradar bei der Suche helfen. Du definierst, wie groß dein Wunschobjekt sein soll, wie viel es kosten darf und wo es liegen soll. Kommt eine neue Immobilie auf den Markt, die deinen Suchkriterien entspricht, erhältst du eine Benachrichtigung. Auf diese Weise verpasst du nichts und bleibst auf dem Laufenden. Um zum Immobilienradar zu kommen, müsstest du dich beim Hypofriend Budgetrechner anmelden.

Außerdem solltest du dein eigenes Profil auf den diversen Immobilienportalen komplett ausfüllen und aktuell halten. So erhalten Verkäufer und Immobilienmakler gleich einen guten Eindruck von dir und deiner finanziellen Situation. 

Viele Immobilien kommen allerdings gar nicht erst auf den offiziellen Markt. Denn gerade gute Angebote werden schnell unter der Hand vergeben. Immobilienmakler haben bei neuen Objekten bereits oft eine Reihe von potenziellen Käufern an der Hand. Deswegen ist es sinnvoll, sich auch bei Maklern in der gewünschten Umgebung vorzustellen und die Suchkriterien zu hinterlassen. 

Immobilientrends in Berlin

In Berlin fehlen aktuell mehr als 200.000 Wohnungen. Zu dem Ergebnis kommt die Guthmann Estate. Die Berechnung berücksichtigt die Differenz aus Einwohnerzahl zu statistischer Haushaltsgröße abzüglich des Wohnungsbestandes. Seit Jahren fehlt in Berlin Wohnraum. Zusätzlich hat der Zuzug enorm zugenommen.

 Durch den geltenden Mietendeckel in Berlin und der Corona-Krise war die Stimmung am Immobilienmarkt zu Beginn von 2020 getrübt, wie die Experten von Guthmann Estate analysieren. Es bleibt abzuwarten wie sich die Pandemie in der zweiten Hälfte entwickelt und damit auch die Wirtschaftslage in Deutschland. 

Dennoch bleibt die Nachfrage nach Immobilien in Berlin hoch. Das Interesse von nationalen und internationalen Käufern besteht weiterhin. Hinzukommen die guten Konditionen für Baufinanzierungen in Berlin, die den Kauf einer Immobilie noch attraktiver machen.

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Tatjana Grassl

Tatjana verfasst als Content Writerin spannende Immobilien-Themen für dich.

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