
Unser Ratgeber zeigt Dir, was du über den Kauf einer Wohnung in Berlin wissen musst und gibt Dir einen Überblick über die lokalen Immobilienpreise der Berliner Bezirke.
Wohnung kaufen in Berlin - ist das sinnvoll?
Ergibt es noch Sinn, in Berlin zu kaufen? Das ist abhängig von Deiner individuellen Situation, aber generell gilt: Wenn Du in der Lage dazu bist, ist ein Kauf vorzuziehen.
Neubauten und Bestandswohnungen verzeichnen einen geringen Preisanstieg, während Mieten generell ansteigen. Der Markt hat damit seine Korrekturphase nach der Zinswende abgeschlossen.
Dabei geht die Schere zwischen Bestandsmieten und Neuvertragsmieten immer weiter auseinander. Dass letztere immer weiter steigen, liegt nicht zuletzt am enormen Bevölkerungswachstum und der hohen, steigenden Nachfrage bei gleichzeitig rückläufigem Neubau. Es fehlen Wohnungen und der Mietmarkt überhitzt.
Der lediglich moderate Anstieg der Kaufpreise und der hohe Anstieg der (vor allem Neuvertrags-) Mieten deutet darauf hin, dass ein Kauf sinnvoller sein kann, als das Mieten. Selbstnutzer schützt ein Kauf vor Mietpreisen, die auf absehbare Zeit weiterhin steigen werden. Dass die Kaufpreise außerdem nur gering (Bestand) bzw. erstmals seit zwei Jahren überhaupt (Neubau) steigen, macht den Preisanstieg nicht so drastisch, wie es vielleicht auf den ersten Blick erscheinen mag.
Selbstnutzerkosten: Immer noch Vorteil?
Vom Selbstnutzer-Kostenvorteil kann jedoch nicht mehr geredet werden. Der gleichzeitige Anstieg von Kaufpreisen und Zinsen führt momentan sogar eher zu einem Nachteil. 2021 lag der Vorteil in Berlin noch bei etwa 47,3 % (Accentro 2022). Laut neuesten Accentro Bericht (2024) müssen Selbstnutzer 2023 gegenüber Mietern hingegen 56,8 % mehr bezahlen. Es entsteht ein Kostennachteil von 156,8 %.
Das spiegelt einen bundesweiten Trend. In allen 7 größten deutschen Städten (den "Big 7") stand der Selbstnutzer Kostenvorteil zuletzt erstmals seit 2010 unter negativen Vorzeichen, hält der letzte Accentro Bericht (2024) fest. Dies wird begründet mit den negativen Auswirkungen des Anstiegs der Hypothekenzinses.
Während der Bericht in 2024 noch von einer potenziell positiven Entwicklung für Selbstnutzer Kosten ausgeht, haben sich die Erwartungen nicht ganz erfüllt. Zwar sind die Neuvertragsmieten weiter angestiegen, die Zinsen sind jedoch nicht zurückgegangen.
Obwohl sich Selbstnutzerkosten und Mieten angenähert haben, lässt der bundesweite Trend einer Kaufpreisstagnation (IW Köln), der geringe Preisanstieg in Berlin und die steigenden Neuvertragsmieten auf eine Verbesserung für Selbstnutzer hoffen.

Immobilienpreise in Berlin
Noch immer gilt: Immobilien stellen gerade in Zeiten volatiler Märkte eine stabile Anlage dar und die aktuellen Unsicherheiten haben viele Deutsche dazu gebracht, ihre Wohnsituation zu überdenken.
Die Nachfrage nach Wohnungen und Häusern zum Kauf in Berlin ist nahezu ungebrochen. Stetiger Zuzug, wachsende Bevölkerung und schrumpfende Haushaltsgrößen sind nur wenige Faktoren, die zur extremen Nachfrage führen. Berlin gilt außerdem als wertstabil und damit als attraktiv für Investoren: als politisches Zentrum und mit diversifizierter Wirtschaft bleibt die Stadt beliebt.
Entsprechend ist es nicht verwunderlich, dass die Nachfrage nach Immobilien das Angebot übersteigt und die Immobilienpreise in Berlin auch in Zukunft steigen werden. Ein Indikator dafür ist die Leerstandsquote für Wohnungen, die in Berlin extrem niedrig ist. Die Daten von Empirica (Report 2026) zeigen einen marktaktiven Leerstand von 0,3 % in 2024 (im Zensus 2022, der letzten Angabe des Bundes belief de Leerstand sich auf 1,97 %). Die neusten Daten liegen noch nicht vor, aber gegeben der Situation des Berliner Wohnungsmarktes wird mit keiner Verbesserung in 2026 zu rechnen sein.
Laut Guthmann Estate sind die Preise für Neubauwohnungen 2026 im Vergleich zum Vorjahr 2025 um 3,0 % gestiegen, was einen geringeren Anstieg im Vergleich zu den 10 Vorjahren bedeutet. Dort lag die durchschnittliche jährliche Preisentwicklung bei etwa 8 %. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Neubauten liegt im ersten Quartal 2026 damit bei 8.200 €.
Bei Bestandswohnungen zeigt sich eine andere Entwicklung. Auf die Preisrückgänge von -5 % in 2023 und -3 % in 2024 erfolgte 2025 erstmals wieder ein Preisanstieg um 6 % nach der Zinswende 2022. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Bestandswohnungen Ende 2025 betrug 5.290 €.
Bei beiden Werten handelt es sich um die tatsächlichen Transaktionspreise, nicht lediglich die Angebotspreise, die zunächst nur den Wunschpreis auf Immobilienportalen angeben. In den folgenden Grafiken haben wir die durchschnittlichen Transaktionspreise nach Bezirken graphisch aufgearbeitet - sowohl für Neubauten als auch für Bestandswohnungen im ersten Quartal 2026:


Je nach Bezirk unterscheiden sich die Immobilienpreise erheblich. Beispielsweise liegt in Berlin-Mitte der durchschnittliche Preis für eine Wohnung im ersten Quartal 2026 bei 7.080 €/m2. In Spandau dagegen müssen Käufer für einen Quadratmeter nur 3.340 € bezahlen. Das ist um die Hälfte weniger als in Mitte!
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Eine Wohnung in Berlin finden
Wenn du gezielt nach einer Wohnung in Berlin suchst, hilft dir unser Hypofriend Immobilien-Radar weiter: es bündelt die Angebote der größten Immobilienplattformen in Deutschland für dich an einer Stelle.
Wenn du gezielt nach einer Wohnung in Berlin suchst, helfen dir die großen Immobilienportale weiter. Aber: Bevor du mit der Suche beginnst, solltest du unbedingt prüfen, was du dir leisten kannst. Dafür kannst du unseren Hausbudget-Rechner verwenden.
Sobald du weißt, wieviel Wohnung du dir leisten kannst, kannst du mit der Suche nach deiner Traumwohnung beginnen. Unser wöchentlicher Immobilien-Radar Newsletter hilft dir dabei, Wohnungen zu finden, die deinen Suchkriterien entsprechen: unter anderem Größe, Preis und Lage der Wunschimmobilie. Wenn eine neue Immobilie, die deine Suchkriterien entspricht, auf den Markt kommt, erhältst du eine Benachrichtigung. So verpasst du nichts und bleibst auf dem Laufenden.
Wenn du dich bei den bekannten Immobilienportalen angemeldet hast, solltest du dort dein Profil ausfüllen und auf dem neuesten Stand halten. So erhalten Verkäufer und Immobilienmakler einen guten Eindruck von dir und deiner finanziellen Situation.
Viele Immobilien schaffen es aber gar nicht erst auf den offiziellen Markt. Denn besonders gute Angebote werden schnell unter der Hand vergeben. Immobilienmakler haben oft schon mehrere Interessenten für neue Objekte parat. Deshalb ist es sinnvoll, sich bei Maklern in der gewünschten Gegend vorzustellen und deineSuchkriterien für Immobilien zu hinterlassen.
Eine Wohnung in Berlin kaufen
Wenn dein Kaufvorhaben konkret ist, ist dein nächster Schritt im Kaufprozess die Suche nach der optimalen Baufinanzierung.
Dabei ist es wichtig zu wissen, dass du von deiner Hausbank nicht unbedingt immer das beste Angebot erhalten wirst: Ein Vergleich von Baufinanzierungen lohnt sich fast immer! Schließlich kann eine Baufinanzierung einen erheblichen Einfluss auf deine finanzielle Zukunft haben.
Deshalb sollte deine Baufinanzierung perfekt auf dich und deine Bedürfnisse zugeschnitten sein. Eine unpassende Finanzierung kann dich schnell mehrere tausend Euro kosten.
Tipp: Hypofriend hilft dir dabei, die optimale Baufinanzierung aus einem Pool von mehr als 750 Banken zu finden. Dabei spielt nicht nur der niedrigste Zinssatz eine Rolle, sondern vor allem auch die passende Zinsbindung, Tilgung und Anzahlung. Wir begleiten dich auf deinem Weg zum Eigenheim von Anfang an bis zur Unterzeichnung deiner Baufinanzierung.
Mit einem Finanzierungsexperten im Herzen von Berlin erhöhen sich auch die Chancen, den Zuschlag für deine Traumimmobilie zu erhalten. Mit unserem Finanzierungszertifikat zeigst du dem Verkäufer oder Makler, dass du in der Lage bist, den Kaufpreis zu zahlen.
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten bei einer Immobilie in Berlin?
Wer eine Immobilie in Berlin kauft, darf die Kaufnebenkosten nicht außer Acht lassen. Denn zusätzlich zum Kaufpreis des Objekts fallen weitere Gebühren für Notar, Grundbuchamt, Grundsteuer und den Makler an. Die Höhe der Kosten variiert von Bundesland zu Bundesland.
Käufer in Berlin und Brandenburg müssen mit am tiefsten in die Tasche greifen. Die Kaufnebenkosten in Berlin schlagen mit durchschnittlich 11,5-12 % des Kaufpreises zu Buche. Die Ausgaben setzen sich wie folgt zusammen:
Grundsteuer: 6 %
Notar und Grundbucheintragung: 2-2,5 %
Maklerprovision: 3,57 %
Tipp: Viele neu gebaute Wohnungen werden ohne Immobilienmakler verkauft. Das heißt: Die Maklergebühr fällt weg und es fallen nur rund 8 % Kaufnebenkosten an. Aber Achtung: Einige Bauträger preisen die Kosten in den Kaufpreis mit ein.
Mit unserem Kaufnebenkostenrechner kannst du die genauen Nebenkosten für deine Traumimmobilie berechnen.
Erforderliche Dokumente für den Kauf einer Wohnung in Berlin
Damit du eine Baufinanzierung in Berlin abschließen kannst, benötigst du einige Dokumente. Dazu gehören zum einen persönliche Unterlagen und zum anderen Dokumente, die das konkrete Objekt betreffen, das du erwerben möchtest.
In unserem Artikel Du suchst eine Baufinanzierung? Diese Dokumente brauchst Du dafür haben wir alle wichtigen Dokumente aufgelistet, die du benötigst. Wir erklären auch, welche zusätzlichen Unterlagen wichtig sind, wenn du selbstständig bist oder eine neu gebaute Immobilie kaufen möchtest.
Immobilienpreise nach Berliner Bezirken
Wie tief du für deine Traumwohnung in die Tasche greifen musst, hängt von vielen Faktoren ab. Besonders großen Einfluss auf den Quadratmeterpreis hat zum einen die Art der Immobilie – Neubau vs. Bestand – und zum anderen die Lage. Aber auch Baualter, Zustand und Verfügbarkeit sind Faktoren.
Obwohl die Durchschnittspreise der Bezirke eine gute Orientierung bieten, kann die Preisspanne innerhalb der Bezirke deutlich variieren. Das liegt vor allem an der Mikrolage der Wohnungen. Bezirke, in denen die Qualität der Ortsteile stark variiert, weisen auch eine höhere Preisspanne auf.
Quadratmeterpreis in Berlin-Mitte
Für eine Bestandsimmobilie im Berliner Trend-Bezirk Mitte musst du im Schnitt 7.080 €/m2 ausgeben. Ein Neubau kostet hier mit durchschnittlich 10.690 €/m2 nochmals deutlich mehr
Wer in Mitte wohnt, lebt im Puls der Stadt, die er mit vielen Touristen teilen muss. Sei es das Brandenburger Tor, der Checkpoint Charlie oder die Mauergedenkstätte – viele der Top-Sehenswürdigkeiten Berlins befinden sich in Mitte. Dank der Museumsinsel ist auch kulturell Einiges geboten.
Die Friedrichstraße, der Hackesche Markt oder der Potsdamer Platz laden zum Shoppen ein. Auf der Torstraße reiht sich ein Restaurant an das andere. Auch viele Firmen haben in Mitte ihren Sitz. Gerade bei jungen Menschen und Berufstätigen ist Mitte sehr beliebt.
Quadratmeterpreis in Friedrichshain-Kreuzberg
Eine Bestandswohnung im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg kostet im Schnitt 5.790 €/m2. Neubauten sind deutlich teurer: Hier müssen Käufer mit 9.800 €/m2 rechnen. In Friedrichshain kosten Bestandswohnungen durchschnittlich 5.860 €/m2 und in Kreuzberg 5.640 €. Neubauten hingegen liegen bei durchschnittlich 9.060 €/m2 in Friedrichshain und bei 11.560 € in Kreuzberg.
Sowohl Friedrichshain als auch Kreuzberg locken Freigeister. Hier kann jeder leben, wie er will. Dementsprechend bunt gemischt, international und alternativ ist die Bevölkerung.
Der Volkspark Friedrichshain, der Park am Gleisdreieck, eine Menge Restaurants und die bekanntesten Clubs Europas sind hier angesiedelt. Hinzu kommt die schöne Lage an der Spree. Das macht Friedrichshain und Kreuzberg sowohl bei Familien als auch bei jungen Leuten sehr beliebt. Gerade in den letzten Jahren haben beide Stadtteile sehr an Beliebtheit zugelegt.
Quadratmeterpreis in Neukölln
Die Immobilienpreise in Neukölln liegen immer noch unter denen anderer innerstädtischer Bezirke. Ein Quadratmeter im Bestand kostet etwa 4.730 €, bei Neubauten 7.060 €.
Neukölln ist aufgrund der preiswerteren Mieten vor allem bei jungen Menschen beliebt. In der Weserstraße reiht sich eine Bar an die andere und zieht Berliner aus allen Stadtteilen an. Neukölln macht außerdem seine Internationalität aus. In kaum einem anderen Bezirk findet man so viele unterschiedliche Nationen. Multikulti wird nirgendwo anders in Berlin so stark gelebt.
Für seine Grünflächen ist Neukölln zwar nicht bekannt, dennoch bieten das angrenzende Tempelhofer Feld und der Park in der Hasenheide einen grünen Rückzugsort.
Quadratmeterpreis in Tempelhof und Schöneberg
Wer eine Bestandsimmobilie in Tempelhof-Schöneberg kaufen möchte, muss durchschnittlich 4.830 €/m2 ausgeben. Neubauten hingegen liegen bei 7850 €. In Tempelhof kostet der Quadratmeter für Bestandswohnungen 4.600 € und in Schöneberg 5.400 €. Eine Neubauwohnung kostet in Tempelhof durchschnittlich 7.970 € (hier ist uns nur der Angebotspreis bekannt) und in Schöneberg 10.050 € pro Quadratmeter.
Die Bezirke zeichnen sich durch ihre Vielseitigkeit und Gelassenheit aus. Durch die Nähe zu Charlottenburg gibt es in Schöneberg viele klassische Cafés und Restaurants, die elegant, aber nicht abgehoben sind. Schöneberg ist außerdem das Zuhause einer starken LGBTQIA+ Community. Das Tempelhofer Feld, das früher ein Flughafen war, ist eine riesige Parkanlage, die durch die Start-und-Lande-Bahn einzigartig ist. In Tempelhof sind die Preise für Immobilien noch moderater, weswegen sich viele Familien hier hinziehen.
Quadratmeterpreis in Charlottenburg und Wilmersdorf
Der durchschnittliche Kaufpreis in Charlottenburg-Wilmersdorf beträgt bei Bestandswohnungen 5.610 € und bei Neubauten 10.800 €/m2. In Charlottenburg sind Bestandswohnungen bei 7.500 €/m2 und Neubauten bei 12.210 €. In Wilmersdorf sind die Bestandswohnungen bei 5.870 €/m2 und die Neubauten bei 9.270 €.
Charlottenburg und Wilmersdorf gehören zum klassischen West-Berlin und entzücken mit ihren prächtigen Altbauten sowie Flaniermeilen. Der Kurfürstendamm gehört zu den bekanntesten Einkaufsstraßen Deutschlands und beherbergt Geschäfte der ganz großen Designer. Nicht nur beim Shoppen, auch bei Restaurants und Cafés geht es in Charlottenburg und Wilmersdorf schicker zu. Kontrast dazu ist die Kantstraße, die bekannt für Restaurants mit asiatischer Küche ist.
Auch kulturell kann Charlottenburg-Wilmersdorf einiges bieten. Neben der Deutschen Oper lohnt sich auch ein Besuch des Schlosses Charlottenburg.
Quadratmeterpreis in Steglitz-Zehlendorf
Ebenfalls im Westen liegt der Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Hier kostet der Quadratmeter für eine Bestandswohnung im Schnitt 4.640 €. In Steglitz kosten Bestandswohnungen durchschnittlich 4.850 €/m2 und Neubauten 8.150 €. Die durchschnittlichen Kosten in Zehlendorf belaufen sich auf 4.590 € bei Bestandswohnungen und auf 9.690 € für Neubauten ( für letztere sind auch hier leider nur Angebotspreise verfügbar).
Sowohl in Steglitz als auch in Zehlendorf wird ‘Lebensqualität’ großgeschrieben. Zehlendorf ist bekannt für seine alt-herrschaftlichen Villen und prunkvollen Einfamilienhäuser. Steglitz fühlt sich an wie eine Kleinstadt in der Großstadt. In der Schloßstraße befinden sich Geschäfte des täglichen Bedarfs.
Auch der Wannsee selbst sowie der Große und Kleine Wannsee zählen zu dem Stadtteil und ziehen Wassersport-Begeisterte an. Dennoch lässt sich der Ku'Damm in einer kurzen Auto- oder Bahnfahrt erreichen.
Quadratmeterpreis in Spandau
Spandau ist einer der günstigeren Bezirke in Berlin. Eine Bestandsimmobilie kostet hier durchschnittlich 3.340 € und ein Neubau 6.020 €/m2.
Spandau liegt im Westen Berlins und grenzt an Wilmersdorf, Steglitz und Reinickendorf an. Es zeichnet sich durch eine ruhige und familiäre Atmosphäre aus. Spandau hat die größte Fläche mit der geringsten Einwohnerzahl und dementsprechend viele Grünflächen und Rückzugsorte. Trotzdem ist das Stadtzentrum nur eine 15-minütige Bahnfahrt entfernt.
Quadratmeterpreis in Reinickendorf
Reinickendorf liegt im nordwestlichen Berlin. Immobilienkäufer müssen hier 3.910 €/m2 für eine Bestandswohnung und 7.340 €/m2 für einen Neubau zahlen.
In Reinickendorf geht es behutsam zu und es wirkt im Kontrast zur Großstadt fast schon dörflich. Mit einem großen Nachtleben oder viel Entertainment kann Reinickendorf nicht aufwarten, auch Natur ist nicht überschwänglich vorhanden.
Dafür profitiert der Stadtteil von der Nähe zum Zentrum und ist besonders bei Pendlern beliebt. Arbeiten im Trubel und wohnen in Ruhe. Aber auch diejenigen, die remote arbeiten, werden sich in Reinickendorf wohlfühlen..
Quadratmeterpreis in Pankow
Der Quadratmeterpreis für eine Bestandsimmobilie in Pankow liegt im Durchschnitt bei 5.670 €. Ein Neubau kostet 6.920 €. Im Szene-Viertel Prenzlauer Berg entstehen aus Platzmangel kaum Neubauten, dafür werden Bestandsimmobilien renoviert. Wer in einem Neubau leben möchte, muss etwas weiter hinausziehen.
Pankow ist der zweitgrößte Bezirk in Berlin und sehr beliebt. Vor allem das Viertel ‘Prenzlauer Berg’ im Süden lockt Einwohner wie auch Touristen. Prächtige Altbauten, hippe Cafés, Bars und niedliche Geschäfte prägen dort die Straßen.
Pankow ist auch bei Familien sehr beliebt. Es ist sauber, man trifft viele Eltern und in Richtung Weißensee gibt es viel Natur und Erholungsoasen. Pankow ist beliebt, was sich auch an den höheren Immobilienpreisen zeigt.
Quadratmeterpreis in Lichtenberg
Wer im Nordosten Berlins eine Immobilie kauft, zahlt in Lichtenberg durchschnittlich 4.010 €/m2 und 6.660 € für einen Neubau.
Lichtenberg liegt im ehemaligen Ost-Berlin. Die Lage ist ideal, denn Lichtenberg liegt nah am Stadtzentrum und ist dennoch ruhiger und grüner. Wer Entertainment sucht, steigt einfach in die Bahn und ist in wenigen Minuten im Stadtzentrum.
Wer Erholung braucht, fährt mit dem Fahrrad zur Spree, an die Rummelsburger Bucht. Diese Kombination hat Lichtenberg in den vergangenen Jahren beliebt und dynamisch gemacht. Denn ursprünglich galt Lichtenberg als ein Arbeiterviertel. In dem Bezirk stecken noch viel Potenzial und Entwicklungsmöglichkeiten.
Quadratmeterpreis in Marzahn-Hellersdorf
In Marzahn-Hellersdorf gehören die Immobilienpreise zu den niedrigsten in Berlin. Der Quadratmeter kostet hier durchschnittlich 3.220 € für den Bestand und 5.570 € für einen Neubau. In Marzahn liegen die Bestandsimmobilien bei 3.110 € und die Neubauten bei 5.900 €. In Hellersdorf gilt im Schnitt 3.110 € für Bestand und 6.530 € (Angebotspreis) für Neubau.
Den Stadtteilen Marzahn und Hellersdorf eilt ein eher negativer Ruf voraus. Sie werden oft mit dem typischen Grau-in-Grau-Plattenbau assoziiert. Doch was nach der Wende noch zutraf, ändert sich heute.
Die alten ‘Platten’ werden modernisiert, freundlicher gestaltet und bieten einen tollen Ausblick. Auch die günstigen Miet- und Kaufpreise sowie Grünflächen sind ein Vorteil. Durch den starken Bevölkerungszuwachs in Berlin wird sich in den nächsten Jahren auch in Marzahn-Hellersdorf noch einiges verändern.
Quadratmeterpreis in Treptow-Köpenick
Die Bezirke Treptow und Köpenick sind grüne Oasen im Südosten von Berlin. Potenzielle Käufer müssen hier für eine Bestandsimmobilie durchschnittlich 4.160 €/m2 bezahlen und für einen Neubau 8.950 €. Ein Neubau in Alt-Treptow kostet im Schnitt 7.520 €/m2 (Angebotspreis) und eine Bestandsimmobilie 6.350 €/m2. In Köpenick belaufen sich die Kosten auf 4.210 €/m2 für Bestandswohnungen und auf 9.420 €/m2 für Neubauten.
Treptow-Köpenick bietet seinen Einwohnern von allen Bezirken den größten Anteil an Wald und Gewässern. Köpenick selbst besitzt eine malerische Altstadt aus dem 12. Jahrhundert mit unzähligen Cafés und Restaurants. Die Lebensqualität ist in dem Bezirk besonders hoch.
Aber auch als Wirtschaftsstandort gewinnt Treptow-Köpenick zunehmend an Bedeutung. Nicht zuletzt deswegen sind in den vergangenen fünf Jahren viele junge Menschen nach Treptow-Köpenick gezogen.
Mietrenditen in Berlin
Die eigene Wohnung muss nicht zwangsläufig selbst bewohnt werden. Auch die Vermietung lohnt sich. Gerade in Städten wie Berlin mit einem starken Bevölkerungswachstum und einer niedrigen Leerstandsquote ist es sinnvoll, die Wohnung zu vermieten.
Tipp: Lies unseren Artikel „Immobilien als Kapitalanlage: Warum sich das in Deutschland besonders lohnt“. Wieso sich die Wohnung zu vermieten lohnt und wie hoch die Renditen in Berlin sein können, erfährst Du dort.
Wer eine vermietete Wohnung in Berlin kauft, muss allerdings einen Punkt beachten: Berlin hat einen starken Mieterschutz. Gerade Personen, die schon lange in einer Wohnung wohnen, können vom neuen Eigentümer nicht so leicht vor die Tür gesetzt werden. Für die Kündigung von Mietern gilt: bei bis zu 5 Jahren Mietdauer gilt eine Kündigungsfrist von 3 Monaten, bei bis zu 8 Jahren verlängert sie sich auf 6 Monate und bei mehr als 8 Jahren beläuft sie sich auf 9 Monate.
Aber Achtung! Wegen des angespannten Marktes wird in vielen Härtefällen (etwa Familien mit Kindern, finanziell Schlechtgestellte, ältere Menschen) zugunsten der Mieter entschieden, sodass Eigenbedarfskündigungen mit hohem Risiko verbunden sind.
Immobilientrends in Berlin
Der Wohnraummangel in Berlin zeigt sich auch daran, dass die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen den Bedarf an Wohnungen von 2022 bis 2040 mit jährlichen ca. 20.000 beziffert. Daraus ergibt sich ein Bedarf von rund 60.000 Wohnungen von 2022 bis 2025.
Eine Angabe der jährlichen Baugenehmigungen findet sich im letzten Jahresreport 2025 des Statistischen Amtes Berlin Brandenburg. Von 2022 bis 2025 wurde der Bau von 56.396 Wohnungen genehmigt.
Das Gute: Es ist ein Anstieg an Baugenehmigungen zu verzeichnen. Wurden 2024 nur 9722 genehmigt, waren es 2025 schon 13.754. Das ist ein erstmaliger Anstieg seit 2016 (dem Beginn der Aufzeichnungen des Reports). Die Differenz von 3.607 fehlenden Genehmigungen ist außerdem zwar nicht schön, aber doch angenehm gering.
Das Schlechte: Da es sich zunächst um Baugenehmigungen handelt, sind diese Wohnungen noch nicht zwingend verfügbar und werden erst nach und nach auf den Markt kommen. In dieser Zeit wird sich der Bedarf vergrößern, sodass die Differenz zwischen Angebot und Nachfrage noch real sein dürfte. Weiterhin fließen in die genehmigten Wohnungen auch Wohnheime ein - es handelt sich also nicht allein um Eigentumswohnungen.
Fazit
Die Stabilisierung des Immobilienmarktes in Berlin führt zu leicht steigenden Preisen. Obwohl der Selbstnutzerkostenvorteil geschrumpft ist, sind steigende Neuvertragsmieten, der Nachfrageüberhang und die nach wie vor bestehende Attraktivität Berlins als Investitionsstandort gute Zeichen für den Immobilienkauf. Vor allem als Selbstnutzer kann man sich so vor dem überhitzten Markt schützen. Das erschwingliche Eigenheim trägt sogar noch zum Vermögensaufbau bei.



