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Sondertilgung Rechner: Sinnvoll oder investieren?

Nutzen Sie unseren Rechner, um die Zinsersparnis durch Sondertilgung zu berechnen und mit der Alternative einer Investition zu vergleichen.
Zuletzt aktualisiert am 19. Februar 2026

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Durch diese zusätzlichen Zahlungen sparst du 30.399 € an Zinsen und bist schneller schuldenfrei. Wir gehen hier davon aus, dass deine monatliche Rate auch nach Ende der Sollzinsbindung gleich bleibt.

Monate früher fertig mit Sondertilgung

56

Ursprüngliches Endjahr

2045

Neues Endjahr

2039

Durch diese Extrazahlungen erzielst du effektiv eine Rendite, die genau deinem Darlehenszins von 3,19 % entspricht.

Was wäre, wenn du stattdessen investierst?

Wenn du das Geld stattdessen in ein gut gestreutes ETF-Portfolio investieren würdest, hättest du am Ende deiner Kreditlaufzeit ein zusätzliches Vermögen von 235.719 €. Du könntest dein Darlehen sogar noch früher ablösen:

Monate früher fertig mit Sondertilgung

56

Monate früher fertig durch ETF Investment

96

Langfristige Auswirkung und Risiko

Wie verändert sich dein Nettovermögen im Alter von 60 Jahren, wenn du mehr tilgst oder stattdessen in ETFs investierst? Ein langer Zeithorizont ist entscheidend, da ETFs über längere Zeiträume sicherer werden und der Zinseszinseffekt stärker wirkt.

Bedenke dabei:

Unternehmen sind der Motor unserer Wirtschaft. Langfristig folgen ETFs, die einen breiten Teil der Wirtschaft abbilden, einem stabilen Wachstumspfad. Das Eingehen von Investitionsrisiken schafft einen finanziellen Puffer, der dich mit der Zeit finanziell deutlich absichert. Diese Sicherheit ist besonders im Alter wichtig, wenn du vielleicht weniger arbeiten kannst oder möchtest!

Die wichtigsten Annahmen für diesen Ausblick sind:

  • Die Rendite im schlechtesten Fall für ein über 15 Jahre gehaltenes Portfolio liegt bei 5 %.

  • Die durchschnittlich erwartete Rendite eines exzellenten Portfolios wie dem von Pensionfriend liegt bei 7,2 %.

  • Beide Renditezahlen verstehen sich nach Abzug von Kosten und Steuern.

Dies setzt voraus, dass du ein gutes Portfolio wählst. Viele Portfolios liefern schlechtere Ergebnisse; so schneidet beispielsweise der durchschnittliche Schwellenländer-ETF oft schlechter ab, was vielen Anlegern nicht bewusst ist. Tatsächlich schneiden die meisten Privatanleger deutlich schlechter ab, da sie dazu neigen, zum falschen Zeitpunkt in den Markt ein- und auszusteigen.

Lass dich von unseren Experten beraten. Sie kennen sich sowohl mit Baufinanzierungen als auch mit Geldanlagen bestens aus.

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Die Opportunitätskosten verstehen: Tilgen vs. Investieren

Die meisten klassischen Bankberater raten reflexartig zur Tilgung oder verkaufen dir vielleicht noch ein hauseigenes Standardprodukt, aber wir müssen hier tiefer graben.

Da dein Zinssatz relativ hoch ist, fällt der Gewinn aus der Investition in Aktien-ETFs zwar geringer aus, würde sich aber im Laufe der Zeit dennoch summieren.

Grundsätzlich ist das Investieren in ETFs attraktiv. Ein diversifiziertes globales Portfolio (ETFs) hat historisch gesehen langfristig über 8 % Rendite erwirtschaftet. In unserem konservativeren Ausblick rechnen wir mit 7,2 %. Wenn du dieses Geld in dein Haus steckst, ist es weg. Es wird zu illiquidem Eigenkapital, an das du nicht mehr herankommst. Wenn du es jedoch investierst, wächst es. Die 72er-Regel besagt, dass sich dein Geld bei einer Rendite von 7,2 % alle 10 Jahre verdoppelt. In 20 Jahren vervierfacht es sich also, und in 30 Jahren ist es das Achtfache. Anders ausgedrückt: In 30 Jahren hättest du eine Rendite von 700 %.

Dass der Unterschied so gewaltig ist, liegt an der Kraft des Zinseszinseffekts. Hier vergleichen wir die gesparten Zinsen durch Sondertilgung mit den potenziellen Gewinnen, wenn du dasselbe Kapital stattdessen investiert hättest. Wie du siehst, vergrößert sich die Lücke zwischen dem Investitionsgewinn und den gesparten Zinsen im Laufe der Zeit oft dramatisch. Solange die Hypothekenzinsen nicht extrem hoch sind (deutlich über 5–6 %), wird das Investieren die Tilgung fast immer schlagen.

Der langfristige Wachstumsvorteil: Zinsersparnis vs. Kapitalerträge

Der Realitätscheck mit dem S&P 500: Verschenke nicht den "Spread"

In Deutschland sind wir kulturell darauf konditioniert, Schulden zu fürchten. Wir fühlen uns unwohl, wenn "die Bank uns im Nacken sitzt". Aber mathematisch betrachtet ist eine niedrig verzinste Baufinanzierung keine Last, sondern ein Vermögenswert. Wenn du diesen Kredit aggressiv durch Sondertilgungen abbaust, verbrennst du effektiv Kapital, das an anderer Stelle viel härter für dich arbeiten könnte.

Dieser "Spread"

Also die Differenz zwischen deinem Kreditzins und der Marktrendite ist dein Gewinn. Das ist keine wilde Spekulation, sondern reine Arbitrage. Deine Baufinanzierung kostet dich wahrscheinlich um die 3,5 %. Das bedeutet, jeder Euro, den du zusätzlich tilgst, spart dir exakt diese 3,5 %. Das ist deine Rendite-Obergrenze bei der Sondertilgung. Mehr ist nicht drin. Im Gegensatz dazu lag die historische Durchschnittsrendite des S&P 500 im letzten Jahrhundert bei etwa 10 % jährlich, während ein breiterer globaler Index wie der MSCI World historisch etwas darunter liegt.

Wenn du dein Bargeld nimmst, um eine Schuld von 3,5 % zu tilgen, lehnst du effektiv eine potenzielle Rendite von 7–10 % ab. Du hast vielleicht das Gefühl, 3,5 % zu "sparen", aber in Wirklichkeit verlierst du jedes Jahr die Differenz zur Marktrendite. Über einen Zeitraum von 15 Jahren addiert sich dieser Unterschied nicht einfach nur linear auf; durch den Zinseszinseffekt entsteht eine massive Vermögenslücke, die schnell den Wert eines Kleinwagens oder mehr erreichen kann.

Liquidität ist König: Warum "Geld in den Wänden" gefährlich ist

Ein oft übersehener Aspekt bei der Entscheidung für Sondertilgungen ist die Liquidität. Geld, das du in deine Immobilie steckst, ist "betoniert". Du kannst nicht einfach zum Geldautomaten gehen und dir einen Ziegelstein auszahlen lassen, wenn das Auto kaputtgeht oder du den Job verlierst.

Indem du dein überschüssiges Geld investierst sei es in ETFs oder einen flexiblen privaten Rentenplan wie bei Pensionfriend behältst du die Kontrolle. Dieses Kapital ist liquide oder zumindest flexibel verfügbar. Es dient dir als finanzieller Puffer. Sollten die Zinsen in 10 oder 15 Jahren, wenn deine Zinsbindung ausläuft, dramatisch gestiegen sein, hast du mit einem gut gefüllten Depot die Freiheit, einen großen Teil der Restschuld auf einen Schlag zu tilgen. Hast du das Geld jedoch Jahr für Jahr in kleinen Raten per Sondertilgung nachgeschossen, ist es weg, und du hast in der Zwischenzeit keine Rendite erwirtschaftet, die dir beim Vermögensaufbau hilft. Die Strategie des Investierens gibt dir also Optionen, die Strategie der maximalen Tilgung nimmt sie dir.

  • Nicht blind automatisieren: Nur weil dein Vertrag eine Sondertilgung erlaubt, heißt das nicht, dass du sie nutzen musst. Vergleiche immer deinen Hypothekenzins mit der realistischen Marktrendite.

  • Mehr als Excel: Verlasse dich nicht auf einfache Zinsrechner. Berücksichtige immer die Opportunitätskosten entgangener Gewinne am Kapitalmarkt.

  • Liquidität ist entscheidend: Geld, das in den Wänden deines Hauses steckt, ist schwer zugänglich. Geld in einem ETF oder einer privaten Rentenversicherung (PPP) bleibt liquide und flexibel.

  • Zeit ist dein Freund: Der Zinseszinseffekt macht über die Jahre einen gewaltigen Unterschied sowohl bei der erwarteten Rendite als auch bei der Risikominimierung. Je früher du gut investierst, desto besser stehst du am Ende da.

  • Sicherheit neu denken: Schulden abzubauen fühlt sich sicher an, aber langfristig ist der Aufbau eines parallelen Vermögens durch Investitionen in den meisten Fällen die mathematisch sicherere Option für deinen Wohlstand.

Dr. Chris Mulder

Dr. Chris Mulder

Dr. Chris ist ein ehemaliger leitender Wirtschaftswissenschaftler und Manager beim Internationalen Währungsfond und der Weltbank. Er ist einer der Mitbegründer von Hypofriend.

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